Angeschnittener Laib Bergkäse auf Holzbrett

Wie gestalte und betreue ich eine Käsetheke richtig?

Drei von vier Kunden entscheiden erst vor der Käsetheke, welchen Käse sie kaufen. Eine spontane Angelegenheit also, deshalb ist die Gestaltung der Käsetheke so wichtig. Die Fachkompetenz der Mitarbeiter ist es ebenso. Besteht darüber hinaus eine vertrauensvolle Kundenbeziehung, steht einem erfolgreichen Verkauf nichts mehr im Wege.

Wir haben einige Tipps zusammengestellt, wie Sie an Ihrer Käsetheke das Optimum rausholen können.
 

Vermeiden Sie Lücken in der Theke

Dieser Ratschlag hat gleich mehrere Hintergründe. Zum einen sollte stets ausreichend Ware in der Theke sein. Ein gut gefülltes Sortiment, mit Liebe zum Detail gestaltet, weckt die Lust zu kaufen. Zum anderen ist der Platz in der Käsetheke teuer. Dementsprechend gut sollten Sie mit dem vorhandenen Raum umgehen und die Käsetheke nach folgenden Prinzipien gestalten:

  • Platzieren Sie große Käselaibe hinten und kleine vorne. So verschwinden die kleineren Weichkäse nicht hinter einem großen Käselaib aus dem Blickfeld des Kunden.
  • Lücken dürfen sich auch kurz vor Ladenschluss nicht bilden. Das vermindert die Lust zu kaufen.

Bieten Sie leichte Orientierung

Käse ist in zahlreichen Geschmacksrichtungen erhältlich. Diese lassen sich in Produkt- oder auch Geschmacksgruppen zusammenfassen:

  • würzig–kräftig
  • g’schmackig-mild
  • fettarm
  • Edelschimmel
  • Schaf- und Ziegenkäse
  • Biokäse

Machen Sie es Ihren Kunden einfach, den Weg zu seinen Lieblingskäsesorten zu finden. Gehen Sie bei der Gestaltung der Käsetheke so vor, dass zusammengehörige Sorten gemeinsam angeordnet sind. Beliebte Käsesorten sollten am meisten Platz erhalten.

Setzen Sie im Trend liegende Produkte wie Biokäse oder Schaf- und Ziegenkäse in den Fokus und platzieren Sie sie mittig. Daneben passen Spezialitäten (g.U.), länderspezifische Sorten und die Bergkäsereihe „Berglandschaft“.

Sorgen Sie für Eyecatcher: Dafür eigenen sich Eigenkreationen der Thekenmitarbeiter wie Frischkäsetorten besonders gut. Sie sind das Highlight in der Käsetheke und erzeugen Aufmerksamkeit beim Kunden.

Mit Liebe zum Detail

Machen Sie Appetit auf mehr, indem Sie von jeder Käsesorte ein aufgeschnittenes Stück präsentieren. Die Schnittfläche immer sorgfältig mit Klarsichtfolie abdecken, sonst trocknet der Käse aus. Die Schnittflächen müssen nach vorne zeigen und parallel angeordnet sein. Unförmige Randstücke haben im Blickfeld des Kunden nichts zu suchen. Achten Sie auf Sauberkeit und Ordnung. Deshalb sollte der Käse auch sorgfältig eingepackt und wie ein Präsent überreicht werden. Mehr zum Thema Einpack- und Schnitttechnik erfahren Sie hier.
 

Ausgewogene Beratung

25 % der Kunden, die das Selbstbedienungsregal bevorzugen, geben einen konkreten Grund dafür an: Sie haben dort mehr Zeit und Ruhe für die Auswahl. Im Umkehrschluss heißt das für die Käsetheke: Auf die richtige Dosis an Kommunikation kommt es an. Natürlich drängt oft die Zeit, gerade wenn andere Kunden bereits warten. Aber Sie können die Bedenkzeit des Kunden mit anderen Tätigkeiten überbrücken. Bedecken Sie zum Beispiel den zuvor verwendeten Käselaib wieder mit Folie und stellen ihn an seinen Platz zurück. So haben weder der Kunde noch Sie das Gefühl, dass der Betrieb aufgehalten wird.

Natürlich drängt oft die Zeit, gerade wenn andere Kunden bereits warten. Aber Sie können die Bedenkzeit des Kunden mit anderen Tätigkeiten überbrücken. Bedecken Sie zum Beispiel den zuvor verwendeten Käselaib wieder mit Folie und stellen ihn an seinen Platz zurück. So haben weder der Kunde noch Sie das Gefühl, dass der Betrieb aufgehalten wird.

Sorgfalt bei der Beschilderung

Eines vorweg: Informationstäfelchen in den Käse einstechen ist gesetzlich verboten, auch wenn es hübsch aussieht.

Jeder Käse muss deutlich sichtbar mit folgenden Informationen auf dem Preisschild gekennzeichnet sein:

  • Name des Käses
  • Herkunftsland
  • Käsegruppe oder Käsestandardsorte
  • Fettstufe
  • Preis pro 100 g oder kg

Achten Sie dabei auf die genaue Bezeichnung der jeweiligen Käsesorte, denn der Kunde will ein Käsekenner sein. Gleichzeitig sollten Sie bei schwierig auszusprechenden Namen eine zusätzliche Erläuterung als Hilfestellung geben, zum Beispiel „französischer Weichkäse“.

 

 

Aktionen an der Käsetheke

Vom „Erlebniseinkauf“ haben Sie sicher schon gehört. Dabei soll der Kunde beim Einkaufen ein kleines Abenteuer erleben. Mit ein bisschen Planung gelingt das auch im hektischen Alltag hinter der Käsetheke. Die AMA-Marketing und die österreichischen Käseproduzenten bieten zahlreiche POS-Aktionen:

Probieraktionen sind ein Paradebeispiel für einen „Erlebniseinkauf“. Jedes Häppchen sollte idealerweise mit einem Fähnchen gespickt sein, das zusätzliche Informationen zum probierten Käse enthält. Auch Rezeptideen können auf der Theke ausgelegt werden. Der Aufwand für die Gestaltung dieser Käsetheken-Aktion hält sich in Grenzen, wenn Sie gleich mit dem Käse entsprechendes Werbematerial dazu bestellen.

Eine weitere Möglichkeit ist der zusätzliche Aufbau für Käsepräsentation außerhalb der Theke. Diese sogenannten Verbundaktionen oder Zweitplatzierungen fallen besonders gut auf. Ein Beispiel ist Weinkäse aus dem Land der Berge, der in der Weinabteilung präsentiert werden kann.

Achten Sie auf die Umgebung

Ein häufig vergessener Bereich ist die rückwärtige Arbeitsfläche. Sie gehört zwar nicht direkt zur Käsetheke, muss aber sehr wohl bei der Gestaltung miteinbezogen werden. Denn sie ist im Blickfeld des Kunden.

Haben Sie deshalb immer ein Auge darauf, dass keine Reinigungsmittel oder persönliche Dinge herumstehen. Lediglich Käse und Ihre Utensilien dürfen hier abgelegt werden.
 

Profi-Kniffe für mehr Umsatz

  • An verkaufsstarken Tagen sollten Sie Käsestücke vorschneiden. Der Kunde bekommt so die Ware ohne Wartezeit. Das steigert die Chance auf mehr Umsatz.
  • Packen Sie beim Gestalten der Käsetheke kostengünstige Schnittware nach hinten oder wenn vorhanden in den Käseschrank im Hintergrund. Diese Ware wird als Schnelldreher bezeichnet.
  • Es gibt zahlreiche Techniken, wie Sie mit den Kunden ins Gespräch kommen und einen erfolgreichen Verkauf erreichen können.
Käsewissen
Käseproduktion

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