Heumilch

Im Land der Berge wird Heumilch schon seit jeher produziert. Es ist eine sehr ursprüngliche und traditionelle Art der Milchgewinnung. Heumilchkühe erhalten ausschließlich Gräser und Kräuter: entweder frisch auf der Weide oder getrocknet als Heu.
 

Im Land der Berge produzieren mehr als 8.000 Heumilchbäuerinnen und Heumilchbauern rund 500 Millionen Liter Heumilch pro Jahr, die von 60 Verarbeitern zu wertvollen Heumilchprodukten veredelt werden. Die Hauptproduktionsgebiete sind Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich und die Steiermark. In Österreich liegt der Heumilchanteil an der Gesamtproduktion bei 16 Prozent, sonst in Europa lediglich bei drei Prozent.
 

Natürlichste Art der Milchproduktion

Heumilchproduktion ist besonders aufwändig. Im Sommer weiden die Tiere auf heimischen Wiesen und Almen. Dort gibt es frische Luft, klares Wasser und eine Vielzahl an saftigen Blumen, Gräsern und Kräutern. Auf einem Quadratmeter Bergwiese gedeihen mehr als 60 verschiedene Pflanzenarten. Das restliche Jahr erhalten die Tiere Heu. Das ist Gras, das von den Landwirten gemäht, getrocknet und am Hof gelagert wird.
 

Geschützte Spezialität

Seit 2016 ist „Heumilch“ als erste solche geschützte traditionelle Spezialität im gesamten deutschsprachigen Raum mit dem EU­Gütesiegel „garantiert traditionelle Spezialität“ (g.t.S.) ausgezeichnet. Es zeichnet die traditionelle Zusammensetzung beziehungsweise das traditionelle Herstellungsverfahren eines Lebensmittels aus. Dadurch genießt Heumilch einen besonderen Schutz, und Konsumentinnen und Konsumenten freuen sich über Ursprünglichkeit und kontrollierte Qualität.

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